Alle Beiträge von web1399

Urwald Sababurg im Reinhardswald

Im Herbst haben wir einen Kurz-Urlaub im Reinhardswald gemacht. Nachdem wir uns eine wunderschöne Dokumentation im Fernsehen angeschaut haben, haben wir ganz spontan eine Unterkunft im Internet gebucht und sind rauf gefahren. Von uns aus ist das kein Problem, gerade mal 2,5 Stunden mit dem Auto.

Das Wetter hat mitgespielt, allerdings war es Nachts kälter als jetzt zu Weihnachten.

Pilze, Pilze, Pilze
Pilze, Pilze, Pilze

Für einen  Pilzgänger wie mich ist der Reinhardswald um diese Jahreszeit (Oktober) ein Paradies. Wir haben auf einem Spaziergang von 45 Minuten ca. 20 Kg Steinpilze gesammelt. Dann mussten wir Abbrechen, da unsere Ladekapazität erreicht war 🙂

Besonders der Urwald Sababurg ist besonders zu empfehlen. Hier kommt man aus dem Fotografieren  nicht mehr heraus.

_D823183

Wunderschöne alte Alleen..

Das war bestimmt nicht das Letzte Mal…

 

Auf Seeadler in Mecklenburg-Vorpommern

Wir hatten ein verlängertes Wochenende in Mecklenburg-Vorpommern gemacht. Diese Ecke Deutschlands ist ein Paradies für Naturfotografen, aber auch ohne zu Fotografieren ist es hier ein Traum.

Wir waren speziell in der Region Feldberger Seenlandschaft, weil ich wusste das man hier Seeadler fotografieren kann. Hier gibt es einen sehr netten ehemaligen Ranger, der einem die schönsten Ecken zeigt, auch sorgt er dafür, dass man den Adler mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit vor die Linse bekommt.

Hier einmal ein paar Bilder wie sich der Vogel einen Aal schnappt.

Seeadler (1 von 3)

Seeadler (2 von 3)

Mehr Bilder hier…

 

 

 

Sigma 35mm/1,4 Art

Sigma 35mm / 1,4 Art vs. Nikkor 24-70mm / 2.8

(Schon klar: Festbrennweite gegen Zoom ist Gaga – Aber ich mach’s trotzdem)

Ich spiele schon seit längerem mit dem Gedanken, mir eine lichtstarke Festbrennweite so um die 35mm zu kaufen. Wirklich benötigen tue ich sie nicht, aber das Spiel mit der Schärfentiefe ist schon schön und lichtstark sowieso.

Seit nun das neue Sigma 35mm / 1,4 der „ART“-Serie auf dem Markt ist, gehe ich schwanger mit dem Gedanken mir das Objektiv zu kaufen. Nachdem ich einige Zeit im Internet recherchiert  und nur Lobeshymnen gehört und gelesen habe, habe ich mich entschlossen, wie schon beim Walimex, einfach bestellen und ausprobieren. Zumal wir demnächst einen Trip nach Marokko machen werden, dorthin würde ich es gerne mitnehmen.

Und was mich am meisten interessiert ist, wie groß ist denn der Unterschied zu meinem Nikkor 24-70mm / 2,8. Laut Tests bei DxOLabs muss die Schärfe beim Sigma ja wirklich überragend sein…

Da ich gelesen habe, dass einige ihr Nikon 24-70mm / 2.8 verkauft haben und statt dessen das Sigma 35mm / 1.4 behalten haben, wäre das evtl. eine Alternative für ein „Immerdauf“, um noch etwas Gewicht zu sparen…

Also: Freitag bestellt, Montag an der Haustüre, Klasse…

Ausgepackt, erster Eindruck gut, macht einen wertigen Eindruck, der Fokusring geht sehr angenehm, nicht zu leicht, nicht zu schwer.

An der D800 ist es eine schöne, handliche und ausgewogene Kombination, macht Spaß.

Die ersten paar Testschüsse enttäuschen, da ein ausgeprägter Frontfocus vorhanden ist. Der  allerdings lässt sich mittels AF-Feinjustierung beheben. Nicht schön, aber für einen ausgiebigen Test reicht’s.

Sollte ich mich für das Objektiv entscheiden, werde ich mir noch dieses USB-Dingsbums

(Sigma USB-Dock für Nikon Objektivbajonett) kaufen, womit ich einen Fehlfocus justieren und Firmwareupdates aufspielen kann.

Was auffällt ist, dass der AF nicht so schnell ist wie der des 24-70. Erst mal kein Problem.

Das Wetter ist draußen nicht gerade prickelnd, daher gehe ich nur kurz in den Garten, um ein paar Aufnahmen zu machen, um mal mit der Schärfentiefe zu spielen.

Danach kommt die Kamera auf’s Stativ, um ein paar richtige Vergleiche mit den 24-70 zu machen.

S1_28 Sigma 35mm/1,4 1/1000s f=2,8 Iso 400

N1_28

Nikon 24-70mm/2,8 1/1000s f=2,8 Iso 400

S1_28_C

Sigma 35mm/1,4 1/1000s f=2,8 Iso 400 N1_28_C

 Nikon 24-70mm/2,8 1/1000s f=2,8 Iso 400 100%

_D819361

Nikon 24-70mm/2,8 1/500s f=2,8 ISO 400

_D819362

 Sigma 35mm/1,4 1/500s f=2,8 Iso 400

Bokeh-1

Nikon 24-70mm/2,8 1/500s f=2,8 ISO 400, 100%

Bokeh-2

 Sigma 35mm/1,4 1/500s f=2,8 Iso 400 , 100%

Das Sigma ist wirklich in einigen Bereichen schärfer als das Nikon, vor allem Offenblende. Da ist das Sigma wirklich genial. Ab Blende 8 relativiert sich alles und man muss wirklich in den Krümeln suchen.

Da ich nun wirklich einigermaßen unentschlossen bin, machen wir nun mal das, was man heute in der Industrie so macht, wenn man nicht mehr weiter weiß: Ich mach einmal ein kleines DFSS (Design for Six Sigma, das ist das, was man früher bei der klassischen Ing.-Ausbildung gelernt hat. Heute hört sich das aber besser an, wenn man dem einen neudeutschen Namen gibt…)

Im Prinzip bewerte ich Vor- und Nachteile. Wenn ein Punkt ein Vorteil gegenüber dem anderen Objektiv hat, gibt’s ein +, bei einem Nachteil gibt’s ein -. Wenn was gleich ist, ein „S“ für „same“.

Wenn mir etwas für meinen Geschmack besonders wichtig ist, dann halt zwei plus, bzw. zwei minus.

Das ganze sieht dann so aus:

Sigma_DFSS

Das Nikon hat also zwei Punkte Vorsprung.

Die Sache mit dem Staubschutz ist natürlich subjektiv, der eine braucht’s, der andere nicht.

Genau so lässt es sich streiten ob man die Zoomerei mit bewertet. Wenn ich mir eine Festbrennweite zulege, kann ich nicht zoomen, eh‘ klar, aber ich will hier zwei Objektive vergleichen.

Da ich mit dem Gedanken gespielt habe, das 24-70 zu verkaufen, sollte denn das Sigma wirklich so gut sein wie behauptet, habe ich mir  mal aus dem Lightroom eine Statistik gezogen, wie oft ich denn welche Brennweite beim 24-70 gebraucht habe.

Sigma14Stat

Ich war wirklich ein wenig überrascht, wie oft ich doch die Grenzbereiche, also die 24 und die 70 benutzt habe. Ein Peak bei 32/38 mm, was für ein 35mm Objektiv spricht, und ein kleiner Peak bei 48 mm.

Das zeigt mir doch, wie sehr ich die Zoomerei nutze…

Fazit:

Das Objektiv macht einen sehr guten Eindruck. Es ist wirklich rattenscharf bis in die Ecken und hat ein für meinen Geschmack schönes Bokeh, 1,4 Blende ist toll.

Wenn man das Objektiv auf ein Stativ stellt, mit Live-View fokussiert und alles nach Lehrbuch macht, ist es in einigen Bereichen schärfer als das Nikon. Aus der Hand als „Immerdrauf“ merkt man keinen Unterschied… (Ich zumindest)

Ich mir den Unterschied zu meinem Nikkor 24-70/2.8 größer vorgestellt.

An den Rändern ist das Sigma bei 2,8 dem Nikkor überlegen, aber auch nur im Nahbereich, und die Spielerei mit Blende 1.4 ist natürlich auch etwas prickelnder, aber eben nur etwas.

Wenn mir bekannt ist, dass das Nikkor an den Rändern etwas weich ist, kann ich durch das Zoomen gegensteuern…

Lassen wir mal die Kirche im Dorf. Das ist alles marginal und rechtfertigt für meinen Geschmack keine 750€ zusätzlich.

Hätte ich das Nikkor nicht, hätte ich jetzt Bauchweh‘… Aber das natürlich auch stark von den eigenen Vorlieben ab.

Glücklicherweise habe ich das Nikkor und damit auch folgende Vorteile zum Sigma:

– Spritzwasser / Staubschutz

– Zoombereich

– Schnellerer AF

Und um beide Objektive gleichzeitig zu halten, habe ich keine Lust, alleine schon wegen der Schlepperei.

 

Heute beim Nachmittags-Spaziergang

Heute Nachmittag sind wir einfach mal bei uns an den Alt-Rhein zum Spazieren gehen gefahren. Das Wetter war ganz in Ordnung, also Kameras eingepackt und los.

Als erstes liefen uns auf den Streuobstwiesen ein paar Rehe über den Weg. Aufgescheucht durch ein paar Spaziergänger, liefen sie uns gerade vor die Linse.

Dieses Böckchen  habe ich gerade beim Sprung erwischt…

Bocksprung

Freihand, D800 mit Tamron 150-600, 600 mm, ISO 640 1/500s f6,3

Als nächste Überraschung haben wir ein Eisvogel-Pärchen gesehen. Da mir an dieser Stelle noch kein Eisvogel vorkam, habe ich natürlich drauf gehalten was das Zeug hält. Allerdings waren es 20-25m Entfernung und das Licht war nicht so prickelnd.

EisvogelFreihand, D800 mit Tamron 150-600. 600mm ISO 6400, f11, 1/180s. Bitterbös gecroppt…