Technisches

Tamron 150-600/5-6.3

Ich habe mir das Tamron bestellt. Mitte Juli sollte es kommen. Es zerreißt mich förmlich vor Spannung.
Sobald ich die ersten Bilder habe, werde ich sie sebstredend hier hinein stellen...

Tamron 150-600/5-6.3 Update

Es ist schneller angekommen wie erwartet. Also schnell nach Hause, das Ding an die Kamera und los geht's.
Was soll ich sagen? Es ist schon ein gewichtiges Teil. Noch einmal 2Kg an der D800, da weiss man was man hat...
Das Objektiv macht einen wertigen Eindruck, kein offensichtlicher Plastikkram. Die Brennweitenverstellung ist nicht zu leichtgängig, was mir sehr gut gefällt...
Das erste Bild aus der Hand macht einen guten Eindruck, auch im 100% Zoom auf dem kleinen Kamerabildschirm, der AF könnte für meinen Geschmack etwas schneller gehen.
Aber was mich recht schnell begeistert ist der Stabilisator. 600mm mit 1/90s (allerdings die Ellenbogen aufgestützt) und das Bild ist scharf!
Nach den ersten "aus der Hüfte" Bildern, bin ich dann rein und habe mein Stativ geholt, um mal ein wenig genauer zu testen. Also Kamera auf's Stativ und Nachbars Dachschindeln anvisiert.
600mm sind grandios, gerade an der D800 ihren Möglichkeiten.
Allerdings habe ich dann einen recht eklatanten Backfocus festgestellt. Mit Live-View fokussiert ist das Ding wirklich Rattenscharf, der Autofokus liegt ein Stückchen daneben. Das ist nicht so schön...
So was nu? Soll ich es zum großen Versandhaus zurückschicken? Die tauschen nur aus, mit dem Effekt, dass ich wahrscheinlich wieder ein paar Wochen warten muss um dann vielleicht eine Gurke zu bekommen?
Was ich bis jetzt gesehen habe, ist das Objektiv Klasse und ich möchte es eigentlich nicht mehr hergeben. Also nicht lange gefackelt, das Ding bei Tamron registriert und nach Köln geschickt, ist ja wohl ein Garantiefall...
Wenn es wieder da ist, werde ich wieder berichten. Bis dahin schon mal ein paar Eindrücke:

Die Bilder sind auf 1024pixel gerechnet!



600mm D800 f/8, 25-30m 100% Crop, Nachbars Schindeln mit Live-View.



600mm D800 im DX Mode, das Bokeh kann sich meiner Meinung nach sehen lassen.



600mm D800 im DX Mode, etwa 8m Entfernung.



600mm D800 im DX Mode, etwa 6m Entfernung, 50%Crop.



550mm D800 im DX Mode, etwa 8m Entfernung, 50%Crop.



600mm D800, etwa 6m Entfernung, 100%Crop.

Tamron 150-600/5-6.3 Update II

So, nach einer Woche war die Linse wieder da. AF sitzt jetzt perfekt!


600mm D800, etwa 380.000km Entfernung :-).

Mein ganz persönliches Fazit:

Für 1.200€ ist das für einen (ambitionierten)Hobby-Fotografen, eine Super-Linse.
Sicherlich ist die Blende ein Kompromiss.Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Fliegende Vögel im Morgengrauen sind mit Sicherheit nicht seine Stärke...
Aber: Das 600/4 Nikkor kostet um die 8.000€. Das 400/2.8 liegt bei 15.000€
Für die Differenz ist noch eine schöne Reise drin...
Und das Gewicht spielt auch eine Rolle...


Walimex 14mm/2.8 und Nikkor 16-35mm/4

Ich will hier nicht behaupten, dass es sich im folgenden um einen klassischen „Test“ handelt.
Hier soll kein "Pixel-peeping" betrieben werden, sondern die Objektive sollen nur für meine Bedürfnisse auf Praxistauglichkeit überprüft werden.
Ich habe ein Objektiv benötigt, das meinen Ansprüchen genügt, und Anspruch ist natürlich immer relativ.

Ich wollte ein Weitwinkel an meiner D800, das Ganze soll nicht zu schwer werden, Filter müssen drauf und natürlich spielt der Preis eine Rolle.

Natürlich habe ich mit dem Nikkor 14-24/2.8 geliebäugelt. Aber man muss auch immer abwägen, wie oft man was fotografiert.
Ich habe mich dann gegen das Nikkor 14-24/2.8 entschieden und mir das Nikkor 16-35/4 gekauft.
Gründe waren zum einen das Gewicht und zum anderen die Möglichkeit, an das 16-35/4 Filter zu schrauben. Die 16mm sind für Landschaftsfotografie ausreichend,
und die 2mm mehr machen meistens den Bock nicht fett. Qualitativ ist es Klasse.

Sicherlich mag es einen Unterschied zum 14-24/2.8 geben, aber der ist meiner Ansicht nach so marginal, dass es den doch so viel höheren Preis nicht gerechtfertigt.
Architekturfotografen mögen anderer Meinung sein, aber dazu kann ich nichts sagen.



Nikkor 14-24mm / 2.8 Blende 6.7, unbearbeitet, out of cam



Nikkor 16-35mm / 4, Blende 6.7, out of cam

hier noch ein Crop:



Nikkor 14-24mm / 2.8 Blende 6.7, 100%Crop,unbearbeitet, out of cam



Nikkor 16-35mm / 4, Blende 6.7, 100%Crop, out of cam



Nikkor 14-24mm / 2.8 Blende 6.7, 100%Crop, in Capture NX2 geschärft



Nikkor 16-35mm / 4, Blende 6.7, 100%Crop, in Capture NX2 geschärft

Wie gesagt, es muss nicht jedermanns Anspruch genügen, aber mir reicht‘s.
Und ich bin fest davon überzeugt: Würde man jemanden – bis auf wenige Ausnahmen natürlich – dieses Bild als „mit dem 14-24 geschossen“ verkaufen, die meisten würden es glauben.
Wie gesgt: Soooooo groß ist der Unterschied nicht...

Das ist wie mit einem „guten“ Wein, von dem manche meinen, nur weil er teuer war, muss er auch gut sein.

Aber es gibt durchaus Situationen, wo man wirklich die 2.8er Blende braucht, z.B. bei der Sternenfotografie.

Um Sterne zu fotografieren und keine Sternenstreifen zu bekommen, muss man drei Dinge beachten:
Den Breitengrad, auf dem man fotografiert, die Brennweite des Objektivs und natürlich die Blende.
Denn man braucht einfach Licht, um die Belichtungszeit runter zu bekommen, sonst hat man Sternenstreifen.

Hier mal eine kleine Tabelle, um die Abhängigkeiten Belichtungszeit / Brennweite an verschiedenen Breitengraden zu zeigen (bezogen auf einen Vollformat-Sensor):

t[s] ist die Zeit, die man belichten kann, um KEINE Sternstreifen zu bekommen.

Da ich nun auch nicht umherziehe und nur Sterne fotografiere, habe ich mir überlegt, einmal das Walimex 14mm/2.8 zu testen.
Kaum eine Linse ruft in der Internetwelt solche unterschiedlichen Meinungen hervor.
Von „Besser als das 14-24/2.8“ über „gleichwertig“ bis zu „Grottenschlecht“ ist alles an Beurteilungen dabei.
Wo sich sehr viele Rezensionen einig waren ist, dass die Serienstreuung wohl sehr hoch ist.
Man kann also ein „gutes“ als auch ein „schlechtes“ erwischen. Aber zum Glück gibt’s ja ein Versandhaus,
bei dem man problemlos zurückschicken und tauschen kann.
Also nicht lange rumgemacht und eins bestellt.




Das Ergebnis seht Ihr hier:



Walimex 14mm/2.8, 30 Sekunden bei Blende 2.8. In Lightroom bearbeitet.